Die Logistikbranche steht am Beginn einer grundlegenden Transformation. Valor Material Handling wirft mit dem bahnbrechenden QliqFlow-System alle konventionellen Regeln über Bord. In diesem exklusiven Industrie-Online-Podcast spricht Jan Hulsman, Mitgründer von Valor, offen darüber, wie sein Unternehmen den Markt der Lagerautomatisierung radikal verändert. Er verrät, wie das modulare, flexible und wiederverwendbare Automatisierungskonzept eine beispiellose Geschwindigkeit und Kosteneffizienz bietet, von der traditionelle Marktteilnehmer nur träumen können.
Warum die traditionelle Logistik scheitert – und wie Valor das löst
Jan beginnt mit einer scharfen Analyse des „Problems“, das Valor angeht: „Die traditionelle Automatisierung in Logistiklagern ist oft zu langsam, zu teuer und zu starr.“ Vor allem Logistikdienstleister, die mit kurzfristigen Verträgen arbeiten, stecken in Systemen mit langen Amortisationszeiten und unflexiblen Installationen fest.
Valors Lösung? Ein vollständig modulares System, QliqFlow, das sich in hohem Tempo aufbauen, anpassen und wiederverwenden lässt. Jan vergleicht es mit Lego: „Man baut zunächst einzelne Module, die man leicht koppeln, auseinandernehmen und erneut einsetzen kann.“ Dieser Ansatz macht Automatisierung zugänglich und finanziell umsetzbar für Unternehmen, die Flexibilität und einen schnellen ROI verlangen.
QliqFlow: Das Lego der Logistikautomatisierung
Das QliqFlow-System wurde vor zehn Jahren mit einem einzigen Ziel entwickelt: Logistikdienstleister zu bedienen, die schnell umschalten müssen. Jan erklärt:
- Schnelle Implementierung: Da die Module bereits im Werk vollständig montiert und getestet werden, kann die Installation vor Ort in Rekordzeit erfolgen.
- Qualität und Zuverlässigkeit: Da alles vorab in einer kontrollierten Umgebung getestet wird, ist die Qualität sogar besser als bei traditionellen Systemen, die vor Ort aufgebaut werden.
- Reuse-Modell: Module können ohne Kapitalverlust entkoppelt, verlagert und neu konfiguriert werden – eine enorme Ersparnis und ein Gewinn für die Nachhaltigkeit.
Jan betont, dass es sich dabei nicht um eine kleine Innovation handelt: „Manche Systeme laufen bereits seit acht Jahren und haben mehrere große Anpassungen durchlaufen, ohne dass etwas weggeworfen werden musste.“
Marktposition: Kluger Fokus auf kurzfristige Verträge
Valor richtet sich bewusst an Logistikdienstleister mit kurzlaufenden Verträgen (2–3 Jahre) – ein Segment, das traditionelle Automatisierungsunternehmen meiden. Jan erklärt:
„Wir passen unseren Ansatz an Kunden an, die Flexibilität und eine kurze Amortisationszeit brauchen. Wir bieten keine One-size-fits-all-Lösung, sondern suchen stets nach der optimalen Balance zwischen Automatisierung und manueller Arbeit, abgestimmt auf den Business Case des Kunden.“
Damit punktet Valor sowohl bei der Flexibilität als auch beim finanziellen Ertrag. Die Lösung ist skalierbar und wächst mit dem Kunden mit.
Innovation, ohne blind jedem Trend hinterherzulaufen
In einer Zeit voller disruptiver Technologien wählt Valor bewusst die richtigen Innovationen aus. Jan berichtet über die Zusammenarbeit mit Roboterherstellern und die Integration von AMRs (Autonome Mobile Roboter):
„Wir kombinieren das Beste aus zwei Welten: die Kraft und Geschwindigkeit von Förderbändern für lange Distanzen und die Flexibilität von Robotern für kleine, schnelle Bewegungen. So realisieren wir überlegene, hybride Lösungen.“
Auch KI erhält Aufmerksamkeit, insbesondere für die intelligente Optimierung von Prozessen wie Bestandsverwaltung und Pick-Reihenfolgen. „KI wird nicht die physische Arbeit übernehmen, sondern den Prozess effizienter und intelligenter unterstützen.“
Kundenportfolio: Das Vertrauen der größten Marktteilnehmer
Valor ist kein gewöhnlicher Newcomer. Jan berichtet stolz, dass das Unternehmen bereits mit 7 der 10 größten Logistikdienstleister weltweit zusammenarbeitet. Auch große Namen wie Bol.com, Philips, De Bijenkorf und About You vertrauen auf die Systeme von Valor.
Dieses beeindruckende Kundenportfolio unterstreicht die Stärke und Zuverlässigkeit des QliqFlow-Systems.
Die Zukunft laut Valor: Niederländische Innovationsführerschaft
Die Niederlande sind ein Logistik-Powerhouse, unter anderem dank des Rotterdamer Hafens und der hohen Arbeitskosten, die die Automatisierung fördern. Valor will mit seinen pragmatischen, flexiblen und nachhaltigen Lösungen zu dieser Position beitragen.
Jan schließt mit einer klaren Botschaft:
„Bleiben Sie nüchtern, bleiben Sie pragmatisch. Wählen Sie Lösungen, an die Sie wirklich glauben, mit Blick auf den Business Case. Nur so kann die Automatisierung die Logistik nachhaltig voranbringen.“
Warum dieses Interview für Logistikprofis unverzichtbar ist
- Einzigartige Einblicke: Wie modulare Automatisierung radikal andere Spielregeln schafft.
- Praktischer Ansatz: Fokus auf schnelle Implementierung, Wiederverwendung und Kosteneffizienz.
- Strategisches Denken: Balance zwischen Technologie, Mensch und Business Case.
- Innovation: Intelligente Integration von Robotik und KI, ohne blind jedem Trend hinterherzulaufen.
- Große Kunden: Das Vertrauen von Marktführern bestätigt die Wirksamkeit.
Fazit
Valor Material Handling macht mit der Einführung des modularen QliqFlow-Systems kurzen Prozess mit alten Praktiken der Logistikautomatisierung. Der Fokus auf Geschwindigkeit, Wiederverwendung, Qualität und Kundenorientierung bietet eine zukunftssichere Lösung für Logistikdienstleister und Lagerverwalter, die in einem sich schnell verändernden Markt agil bleiben wollen.
Für alle, die es mit Logistikinnovation und Effizienz ernst meinen, ist dies ein Muss zu lesen – und vor allem ein Muss zu tun.
