Schiffe sind ein wesentlicher Bestandteil jeder Logistikkette, und nahezu jedes Produkt, das wir täglich verwenden, hat irgendwann während seines Lebenszyklus einen Transport per Schiff durchlaufen. Der jüngste Vorfall mit der ‘Ever Given’ im Suezkanal hat deutlich gezeigt, welche Auswirkungen eine Unterbrechung dieser Kette auf die weltweite Verfügbarkeit von Produkten haben kann.
Variable Kosten stellen für Schiffseigner und Betreiber eine Herausforderung dar. Selbst beim Einsatz eines einfachen Binnenschiffs können die Betriebskosten (Opex) schnell zwischen 3.000 € und 5.000 € pro Tag betragen. Bei seegehenden Schiffen können diese Kosten auf bis zu 10.000 € pro Tag steigen, und bei Spezialschiffen, etwa solchen, die für Baggerarbeiten oder Offshore-Aktivitäten eingesetzt werden, kann die Opex sogar zwischen 50.000 € und 150.000 € pro Tag schwanken. Unvorhergesehene Stillstände können somit erhebliche Kosten verursachen, insbesondere weil neben den Betriebskosten auch entgangene Einnahmen berücksichtigt werden müssen.
Zwischen 20 % und 40 % der Betriebskosten von Schiffen entfallen auf Kraftstoff, was stark von geopolitischen Umständen abhängig ist. Darüber hinaus müssen Schifffahrtsunternehmen ab dem nächsten Jahr nicht nur für Kraftstoffkosten aufkommen, sondern auch für CO2-Kosten, was einen zusätzlichen variablen Kostenpunkt darstellt. Am Tag der Erstellung dieses Beitrags betragen die Kosten pro Tonne CO2 80 €, doch dieser Preis kann stark schwanken. Das bedeutet, dass Schifffahrtsunternehmen möglicherweise bis zu 1.000.000 € pro Jahr und Schiff an zusätzlichen Kosten zahlen müssen. (Weitere Informationen finden Sie unter: [Link zur Informationsquelle]).
Um die Kontrolle über den Betrieb zu erlangen und die Rentabilität zu gewährleisten, suchen immer mehr Schiffseigner und Betreiber nach Möglichkeiten, Risiken besser einzuschätzen, Kosten zu senken und die betriebliche Effizienz zu verbessern. Obwohl sich viele Betriebe nach wie vor auf menschliches Fachwissen und die manuelle Überwachung bestimmter Key Performance Indicators (KPIs) verlassen, wird die Bedeutung von Datenloggern immer deutlicher. Diese Datenlogger können wertvolle Daten für ein besseres Verständnis der betrieblichen Leistung liefern.
Für viele traditionelle Schifffahrtsunternehmen mag ein datengetriebener Ansatz zunächst wie ein großer Schritt erscheinen. Viele der benötigten Daten sind jedoch häufig bereits in den bestehenden Systemen dieser Unternehmen vorhanden und lassen sich mit der richtigen Infrastruktur erschließen. Hier kommt Smart Vessel Optimizer ins Spiel. Durch die Installation eines Pharos-Datenloggers an Bord können Daten strukturiert an Land übermittelt und in wertvolle Informationen umgewandelt werden. Dies ermöglicht es Unternehmen, Entscheidungen auf Basis eines breiteren Spektrums an Informationsquellen zu treffen, was nicht nur der internen Entscheidungsfindung zugutekommt, sondern auch die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden optimiert.
Teams, die Smart Vessel Optimizer nutzen, verzeichnen in der Regel innerhalb von sechs Monaten verschiedene positive Ergebnisse. So werden bei Neubauprojekten detaillierte Betriebsprofile von Schiffen erstellt, was zu klügeren technischen Entscheidungen führt. Im Störungsfall können Probleme bis zu 40 % schneller gelöst werden, und Binnenschifffahrtsreedereien können im Durchschnitt mehr Ladung pro Reise transportieren. Darüber hinaus kann die HSE-Konformität effizienter gewährleistet und die Betriebsplanung verbessert werden. Ansprüche und Abrechnungsstreitigkeiten werden schneller abgewickelt, wobei einige Versicherer sogar einen Rabatt auf den Selbstbehalt gewähren, wenn SVO installiert ist.
Wir befinden uns in einer spannenden Zeit, in der intelligente Entscheidungsfindung eine entscheidende Rolle in der maritimen Wertschöpfungskette spielen kann. Wenn auch Ihr Fertigungsunternehmen nach einer intelligenten Lösung sucht, klicken Sie hier, um den ersten Schritt zu machen.
