Die Welt der Logistik steht unter Hochspannung. Personalmangel, steigende Kundenerwartungen und zunehmende Komplexität zwingen Lager zum Wandel. In einer neuen Folge des De Industrie Online Podcast teilt Giel van Teijlingen, Logistikexperte bei Hardis Group, seine Vision für die Zukunft von Warehousing und Supply Chain Management.
Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in der Optimierung logistischer Prozesse weiß Van Teijlingen genau, wo die Engpässe liegen – und wie Unternehmen darauf reagieren können.
Die 5 größten Herausforderungen in der Logistik
Laut Van Teijlingen haben Lager heute mit fünf dringenden Themen zu kämpfen:
- Personalmangel – Es wird immer schwieriger, Lagermitarbeiter zu finden und zu halten.
- Steigende Kundenerwartungen – Schneller, fehlerfrei, flexibel und nachverfolgbar zu liefern ist die neue Norm.
- Nachhaltigkeit – Unternehmen sind gezwungen, ihren CO₂-Ausstoß drastisch zu reduzieren.
- Automatisierung und Robotisierung – Roboter sind unverzichtbar, aber ohne gute digitale Steuerung unbrauchbar.
- Komplexität der Auftragsströme – Von B2B und B2C bis hin zu Omnichannel und Marketplaces: Jeder Kanal stellt eigene Anforderungen.
„Die Rolle des Lagers hat sich verändert“, sagt Giel van Teijlingen. „Unternehmen müssen allen unterschiedlichen logistischen Anforderungen gerecht werden – andernfalls verliert man sofort seine Wettbewerbsposition.“
KI und Robotisierung bestimmen die Zukunft
Mit Blick auf die kommenden fünf Jahre sieht Giel van Teijlingen KI und Machine Learning als die entscheidenden Gamechanger. Intelligente Algorithmen können Spitzen vorhersagen, Fehler schneller erkennen und Prozesse optimieren. Darüber hinaus steigt die Nachfrage nach Automatisierung und Robotisierung weiter – nicht nur aus Effizienzgründen, sondern auch aufgrund der strukturellen Knappheit auf dem Arbeitsmarkt.
„Die Aufgaben, die häufig wiederholt werden und viel Zeit kosten, sollte man automatisieren“, erklärt er. „So kann man mit weniger Personal mehr Arbeit erledigen.“
WMS als Motor der Effizienz
Ein Warehouse-Management-System (WMS) spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es schafft Struktur, sorgt für Überblick und macht Automatisierung überhaupt erst möglich. Mit Reflex WMS liefert Hardis Group eine Lösung, die über die reine Lagerverwaltung hinausgeht.
Reflex unterstützt auch Produktionslogistik, Filiallogistik und Supply-Chain-Visibility. Zudem ist das System benutzerfreundlich und leicht zu konfigurieren, wodurch Kunden weniger von ihrem Lieferanten abhängig sind.
Ein Praxisbeispiel ist die Zusammenarbeit mit Wibra. Durch den Umstieg von Stift und Papier auf Reflex WMS stieg die Kommissionierproduktivität um 26 % und der Servicegrad verbesserte sich auf 99,7 %.
Erfolgsfaktoren für die WMS-Implementierung
Dennoch warnt Giel van Teijlingen davor, dass eine WMS-Implementierung nicht ohne Hürden verläuft. Er nennt vier entscheidende Erfolgsfaktoren:
- Commitment aus der gesamten Organisation.
- Change Management, um die Mitarbeiter mitzunehmen.
- Gute Daten und Prozesse als Fundament.
- Umfassendes Testen, um Überraschungen beim Go-live zu vermeiden.
Die häufigsten Fehler? Unzureichendes Testen, Unterschätzung von Integrationen und zu geringe Einbindung der Endanwender.
ERP versus Stand-alone-WMS
Viele Unternehmen sind unsicher, ob sie sich für ein ERP mit WMS-Modul oder ein Stand-alone-WMS entscheiden sollen. Van Teijlingen:
- Einfache Lager: Ein ERP-Modul kann oft ausreichend sein.
- Komplexe Umgebungen mit Mechanisierung und Robotern: Wählen Sie immer ein solides WMS.
Sein Rat: Betrachten Sie nicht nur die aktuelle Situation, sondern auch, wo Sie in fünf bis zehn Jahren stehen wollen.
Fazit: zukunftsorientiert investieren
Die Botschaft von Giel van Teijlingen ist eindeutig: Unternehmen, die an veralteten Systemen festhalten, gehen unnötige Risiken ein. „Bleiben Sie nicht zu sehr in der Vergangenheit verhaftet“, sagt er. „Das kostet Sie Chancen, Marge und Kunden. Blicken Sie in die Zukunft und gehen Sie Schritte in Richtung Digitalisierung und Automatisierung.“
Mit Reflex WMS zeigt Hardis Group, dass Effizienz, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Und genau das macht in einer sich rasant verändernden Branche den Unterschied.
👉 Hören Sie hier die komplette Podcast-Folge: Hardis Group beim De Industrie Online Podcast
