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Konnektivität als Nervensystem der Fabrik: „Fangen Sie klein an, aber denken Sie groß“

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Redactie
30 apr 2025 · 3 Min. Lesezeit

In einer Zeit, in der Digitalisierung und datengetriebene Produktion das Tempo bestimmen, ist Konnektivität das unsichtbare Netzwerk, das alles miteinander verbindet. Doch wie stellt man diese Verbindung in bestehenden Systemen her, in denen unterschiedliche Steuerungen und traditionelle Verkabelungslösungen noch immer Standard sind? Ruben Palsgraaf von Bihl+Wiedemann, Spezialist für industrielle Netzwerke, plädiert für einen pragmatischen Ansatz: „Fangen Sie klein an. Und lassen Sie das System seinen Mehrwert selbst beweisen.“ 

Das Nervensystem der Automatisierung 

„Im Grunde liefern wir das Nervensystem einer Fabrik“, sagt Palsgraaf nüchtern. „Unsere Systeme sorgen dafür, dass Sensoren, Aktoren und Steuerungseinheiten effektiv und sicher miteinander kommunizieren können – ohne einen Kabeldschungel.“ Die Technologie dreht sich um Einfachheit: weniger Kabel, weniger Anschlusspunkte, aber mehr Konnektivität. Und damit auch: mehr Kontrolle über die Daten. 

Während traditionelle Systeme für jeden Sensor oder Aktor ein eigenes Kabel benötigen, gehört das bei ASi und ASi-5 – den Technologien, auf die sich Bihl+Wiedemann spezialisiert hat – der Vergangenheit an. Mit einem einzigen Flachkabel für Daten und Stromversorgung sparen Sie erheblich an Installationskosten und Zeit. 

Die stille Revolution in der Fabrik 

Viele Produktionsbetriebe kämpfen mit veralteter Infrastruktur. „Die größte Herausforderung ist die Vielfalt an Systemen, die im Laufe der Jahre installiert wurden“, erklärt Palsgraaf. „Von Profibus über Ethernet bis hin zu allem dazwischen – das ergibt einen Flickenteppich.“ Ein Austausch ist oft kostspielig und riskant. Maschinen lassen sich nicht einfach stilllegen. 

Dennoch ist es laut Palsgraaf genau diese Zurückhaltung, die Unternehmen am Ende teuer zu stehen kommt. „Die Unternehmen, die jetzt den Mut haben, in Modernisierung zu investieren, werden später davon profitieren. Flexibilität, Skalierbarkeit und Vorhersagbarkeit werden dann kein Luxus mehr sein, sondern Standard.“ 

Kein Hype, sondern bewährte Technik 

Echtzeitdaten? Interessant, aber längst nicht immer notwendig, findet Palsgraaf. „In der Industrie geht es vor allem um Stabilität, Zuverlässigkeit und fehlerfreie Kommunikation. Man will keine Nonsens-Daten, sondern Daten, die stimmen und auf die man bauen kann.“ 

Genau darin liegt auch die Stärke des ASi-Ökosystems: zuverlässiger Datenaustausch mit minimalen Risiken durch Cyberangriffe. „Weil unser System nur eine einzige IP-Adresse

benötigt und mit einem weniger gängigen Protokoll arbeitet, ist die Wahrscheinlichkeit von Hacks weitaus geringer als bei Ethernet-ähnlichen Netzwerken mit Hunderten von Zugangspunkten.“ 

Von der Wartung zur Vorhersagbarkeit 

Die Konnektivitätslösungen von Bihl+Wiedemann ermöglichen auch einen neuen Ansatz bei der Wartung. Statt Bauteile zu festen Zeitpunkten auszutauschen – oft zu früh oder zu spät – können Unternehmen mit konkreten  Diagnosedaten vorhersagen, wann etwas tatsächlich ersetzt werden muss. „Das spart Kosten, verhindert Stillstand und vermeidet die Verschwendung von Rohstoffen.“ 

Schneller reagieren, auch bei Marktveränderungen 

In einer Welt voller Unsicherheiten ist Wendigkeit entscheidend. Palsgraaf: „Unsere Kunden können ihre bestehende Produktionslinie schrittweise modernisieren, ohne alles umzukrempeln. Man kann problemlos eine ASi-Linie zu einem Teil der Maschine hinzufügen, ohne den Rest zu stören.“ Die Technologie eignet sich nicht nur für große Linien, sondern gerade auch für modulare und konfigurierbare Systeme, mit denen Hersteller sowohl bei Maßanfertigungen als auch beim Preis konkurrieren können. 

Ein Aufruf an Fabrikbetreiber 

Sein Rat an Unternehmen, die sich mit Konnektivität beschäftigen möchten? „Fangen Sie klein an. Wählen Sie eine Maschine oder eine Produktionslinie und schauen Sie, was es bringt. Achten Sie nicht nur auf die Technik, sondern vor allem auf die Auswirkungen auf Ihren gesamten Prozess – vom Engineering über den Einkauf bis zur Wartung.“ 

Und seien Sie kritisch bei Ihren Entscheidungen, warnt Palsgraaf. „Entscheiden Sie sich für ein offenes System, das breit unterstützt wird. Lassen Sie sich nicht auf eine einzige Marke oder einen einzigen Lieferanten festlegen. Ihre Daten müssen Ihnen gehören – nicht Ihrem Lieferanten.“ 

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