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KI in Produktionsbetrieben: So gewinnen Sie bis zu 50 % Zeit zurück (ohne Mitarbeiter zu entlassen)

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Redactie
11 dec 2025 · 5 Min. Lesezeit

Ein praktischer Leitfaden für KI in Produktionsbetrieben und der Fertigungsindustrie

Artificial Intelligence (KI) ist längst kein Experiment mehr für Tech-Unternehmen oder Konzerne. Auch Produktions- und Fertigungsbetriebe setzen KI heute erfolgreich ein, um effizienter zu arbeiten, Kosten zu senken und die Arbeitsbelastung zu verringern.

Dennoch stellt sich für viele Unternehmer und Geschäftsführer immer wieder dieselbe Frage:
Wie kann ich KI in meinem Produktionsbetrieb einsetzen – und wo fange ich an?

In diesem Blogbeitrag erklären wir das Schritt für Schritt. Kein Hype, keine futuristischen Geschichten, sondern eine praktische Anleitung für KI in der Fertigungsindustrie.


Was meinen wir mit KI in Produktionsbetrieben?

Bei KI in Produktionsbetrieben geht es selten um Roboter, die Menschen ersetzen. In der Praxis geht es vor allem um die softwaregestützte Automatisierung von Prozessen, die heute viel Handarbeit erfordern.

Denken Sie an KI, die:

  • Dokumente versteht
  • E-Mails ausliest
  • Daten erkennt und strukturiert
  • Informationen mit ERP-, CRM- oder Finanzsystemen verknüpft

Mit anderen Worten: KI als digitaler Kollege, der repetitive Arbeit übernimmt.


Warum KI gerade jetzt für die Fertigungsindustrie relevant ist

Produktionsbetriebe stehen unter Druck. Das liegt nicht an einer einzelnen Ursache, sondern an einer Kombination von Faktoren:

  • steigende Lohnkosten
  • Fachkräftemangel
  • zunehmende administrative Belastung
  • Margendruck
  • komplexere Kundenanfragen

Wo Wachstum früher durch „mehr Mitarbeiter einstellen“ gelöst wurde, funktioniert dieses Modell immer schlechter. KI bietet hier keine Wunderlösung, aber sehr wohl einen strukturellen Weg, um intelligenter zu arbeiten.

KI hilft Produktionsbetrieben dabei:

  • Zeit zurückzugewinnen
  • bestehende Teams effektiver einzusetzen
  • Fehler zu reduzieren
  • Prozesse skalierbar zu machen

Wie kann ich KI in meinem Produktionsbetrieb einsetzen?

Der wichtigste Fehler, den Unternehmen machen, ist, zu groß anfangen zu wollen. KI funktioniert gerade dann am besten, wenn Sie mit einem konkreten Prozess beginnen.

Schritt 1: Identifizieren Sie Ihre Engpässe

Fragen Sie sich (oder Ihr Managementteam):

  • Wo verlieren wir täglich viel Zeit?
  • Welche Prozesse fühlen sich langsam oder umständlich an?
  • Wo erledigen Menschen vor allem administrative Arbeit?

Oft wissen Unternehmer das bereits intuitiv.

Typische Engpässe in Produktionsbetrieben sind:

  • Auftragsbearbeitung
  • Rechnungsverarbeitung
  • Angebotsanfragen
  • Innendienst und Back-Office
  • Produktionsplanung

Schritt 2: Schauen Sie, wo viel repetitive Arbeit steckt

KI ist vor allem stark bei Prozessen, die:

  • häufig wiederkehren
  • größtenteils gleich sind
  • sich um Daten, Dokumente oder E-Mails drehen

Eine einfache Faustregel:

Wenn mehrere Menschen dieselbe Funktion haben, steckt im Prozess meist repetitive Arbeit.

Das sind ideale Ausgangspunkte für KI.


Konkrete Beispiele für KI in Produktionsbetrieben

1. KI für die Auftragsbearbeitung

In vielen Fertigungsbetrieben gehen Aufträge per E-Mail, PDF oder Excel ein. Mitarbeiter lesen diese manuell aus und übertragen alles in das ERP-System.

Mit KI kann dieser Prozess weitgehend automatisch ablaufen:

  • KI liest den Auftrag aus
  • erkennt Kundendaten und Auftragspositionen
  • gleicht diese mit Produktdaten ab
  • legt einen Auftrag im ERP an
  • (optional) verschickt automatisch eine Auftragsbestätigung

Ergebnis:
weniger Fehler, schnellere Bearbeitung und mehr Zeit für den Kundenkontakt.


2. KI für die Rechnungsverarbeitung

Herkömmliche OCR-Software funktioniert oft nur eingeschränkt. Layout, Sprache oder Abweichungen führen zu Fehlern.

Moderne KI-Modelle verstehen Rechnungen inhaltlich:

  • unabhängig von Format oder Sprache
  • erkennen Beträge, Lieferanten, Bestellnummern
  • verknüpfen Rechnungen mit Bestellungen (POs)
  • bereiten alles zur Freigabe vor

Ergebnis:
bis zu 70–90 % weniger manuelle Arbeit im Finanzbereich.


3. KI für Angebote und Kalkulationen

Arbeitsvorbereiter und Ingenieure verbringen viel Zeit mit der Analyse von Angebotsanfragen.

KI kann dabei helfen, indem sie:

  • Anfragen strukturiert
  • relevante Informationen zusammenträgt
  • historische Daten vergleicht
  • einen ersten Vorschlag oder eine Kalkulation vorbereitet

Der Mensch entscheidet weiterhin, aber die Vorbereitung läuft um ein Vielfaches schneller.


4. KI für die Produktionsplanung

Die Produktionsplanung besteht oft aus sich wiederholenden Entscheidungen:

  • welche Aufträge zuerst
  • welche Kapazität verfügbar ist
  • welche Planung realisierbar ist

KI kann Szenarien durchrechnen und Planer mit Vorschlägen unterstützen, sodass diese sich auf Ausnahmen statt auf Routine konzentrieren.


Was KI in der Fertigungsindustrie (noch) nicht gut kann

KI ist kein Ersatz für Fachwissen.

KI ist (noch) weniger geeignet für:

  • komplexe technische Beurteilungen
  • das Interpretieren einzigartiger 3D-Zeichnungen
  • Entscheidungen, die vollständig auf jahrelanger Erfahrung beruhen

Deshalb arbeitet KI in Produktionsbetrieben immer gemeinsam mit Menschen. KI unterstützt, Menschen entscheiden.


Wie wichtig sind Daten für KI?

Daten sind wichtig, müssen aber nicht perfekt sein.

Viele Unternehmen glauben, sie müssten zunächst ihre gesamte Datenlandschaft bereinigen. In der Praxis kann KI auch mit folgendem arbeiten:

  • unstrukturierten Daten
  • E-Mails
  • PDFs
  • Excel-Dateien
  • Word-Dokumenten

Allerdings gilt:

Je besser Ihre Daten, desto intelligenter wird die KI.

Aber ein Mangel an perfekten Daten ist kein Grund, nicht anzufangen.


Klein anfangen ist der Schlüssel zum Erfolg

Die erfolgreichsten KI-Projekte in der Fertigungsindustrie haben drei Merkmale:

  1. Sie starten mit einem Prozess
  2. Sie liefern schnell Ergebnisse
  3. Sie schaffen Vertrauen innerhalb der Organisation

Nach dem ersten Erfolgsmoment entsteht oft ein „Lightbulb Moment“:
Wenn das funktioniert, was können wir noch alles automatisieren?


Was kostet KI für Produktionsbetriebe?

KI ist kein Standard-Softwarepaket mit einem festen Preis.

Die Kosten hängen ab von:

  • dem Prozess
  • der Anzahl der Systeme (ERP, CRM, Finanzen)
  • dem gewünschten Grad der Automatisierung
  • der Komplexität der Ausnahmen

Wichtiger als die Kosten ist jedoch diese Frage:
Was kostet es Sie heute, nichts zu tun?

Verlorene Stunden, zusätzliche Vollzeitstellen, Fehler und Verzögerungen sind oft teurer als eine KI-Lösung.


Was können Sie heute schon tun, um mit KI zu starten?

Sie müssen nicht sofort ein großes Projekt starten.

Fangen Sie einfach an:

  • analysieren Sie, wo Sie Zeit verlieren
  • testen Sie KI-Tools einzeln (z. B. für E-Mails oder Dokumentenanalyse)
  • sprechen Sie mit Ihrem Team über Frustrationen in Prozessen
  • erkunden Sie einen konkreten Anwendungsfall

KI muss nicht perfekt sein, um Mehrwert zu schaffen. Sie muss vor allem Zeit zurückgeben.


Fazit: KI einzusetzen ist keine Technologiefrage, sondern eine strategische Entscheidung

Bei KI für Produktionsbetriebe geht es nicht um Innovation um der Innovation willen. Es geht um:

  • intelligenteres Arbeiten
  • den Einsatz von Menschen dort, wo sie Mehrwert schaffen
  • Unternehmen zukunftssicher zu machen

Die Fertigungsindustrie wird nicht von den Unternehmen mit der meisten Technologie gewonnen, sondern von den Unternehmen, die Technologie praktisch anzuwenden wagen.

Wer heute klein mit KI anfängt, baut morgen einen Vorsprung auf, der nur schwer aufzuholen ist.

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