Nichtfinanzielle Unternehmen steigerten ihren Bruttogewinn vor Steuern im ersten Quartal 2024 auf 91,1 Milliarden Euro. Das ist ein Anstieg um 1,3 Milliarden Euro gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2023. In den vier vorangegangenen Quartalen war jeweils ein Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Der Gewinnanstieg im ersten Quartal 2024 ist vor allem auf einen höheren sonstigen Gewinn zurückzuführen, so vorläufige Zahlen des CBS.
Der Bruttogewinn vor Steuern lässt sich in Betriebsgewinn, Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften und sonstigen Gewinn unterteilen.
Betriebsgewinn
Der Betriebsgewinn, einschließlich nicht produktgebundener Subventionen, belief sich im ersten Quartal 2024 auf 69,3 Milliarden Euro, was 0,4 Milliarden Euro weniger ist als im gleichen Zeitraum 2023. Der Rückgang beim Betriebsgewinn war insbesondere bei den Energieunternehmen, der Automobilindustrie und der Erdölindustrie zu beobachten. Dagegen erzielten die Lebensmittel- und die chemische Industrie höhere Gewinne.
Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften und sonstiger Gewinn
Die Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften stiegen im Vergleich zum ersten Quartal 2023 um 0,3 Milliarden Euro. Der sonstige Gewinn nahm aufgrund höherer inländischer Dividendenerträge und eines weniger negativen Zinssaldos um 1,4 Milliarden Euro zu.
Steuern, Investitionen und Dividende
Nichtfinanzielle Unternehmen zahlten im ersten Quartal 2024 3,6 Milliarden Euro weniger Steuern als im gleichen Zeitraum 2023. Trotz des höheren Gewinns nach Steuern sanken die Investitionen in Sachanlagen um 81 Millionen Euro. Allerdings wurden im Vergleich zum ersten Quartal 2023 1,7 Milliarden Euro mehr an Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet.
Gewinnquote
Die Gewinnquote, also der Betriebsgewinn als Prozentsatz der Wertschöpfung, sank im ersten Quartal 2024 auf 44,0 Prozent, gegenüber 45,8 Prozent im gleichen Zeitraum 2023. Dieser Rückgang ist unter anderem auf höhere Arbeitskosten zurückzuführen.
Übersicht über den Bruttogewinn vor Steuern nichtfinanzieller Unternehmen:
- 2020: Betriebsgewinn ohne Subventionen: 45,4 Milliarden Euro, Subventionen: 2,2 Milliarden Euro, Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften: 14,5 Milliarden Euro, sonstiger Gewinn: 2,2 Milliarden Euro
- 2021: Betriebsgewinn ohne Subventionen: 45,1 Milliarden Euro, Subventionen: 6,9 Milliarden Euro, Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften: 20,5 Milliarden Euro, sonstiger Gewinn: 2,4 Milliarden Euro
- 2022: Betriebsgewinn ohne Subventionen: 58 Milliarden Euro, Subventionen: 4,4 Milliarden Euro, Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften: 30,2 Milliarden Euro, sonstiger Gewinn: 5,1 Milliarden Euro
- 2023: Betriebsgewinn ohne Subventionen: 67 Milliarden Euro, Subventionen: 2,7 Milliarden Euro, Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften: 17,9 Milliarden Euro, sonstiger Gewinn: 2,2 Milliarden Euro
- 2024: Betriebsgewinn ohne Subventionen: 66,6 Milliarden Euro, Subventionen: 2,7 Milliarden Euro, Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften: 18,2 Milliarden Euro, sonstiger Gewinn: 3,6 Milliarden Euro
