Vom „Das haben wir schon immer so gemacht“ zur datengesteuerten, smarten Produktion
In den ganzen Niederlanden stoßen Produktionsbetriebe auf dieselben Probleme:
Personalmangel, steigende Qualitätsanforderungen, höherer Leistungsdruck und veraltete Maschinen, die etwas zu oft ausfallen.
Viele Geschäftsführer und Operations Manager spüren es genau:
„Wir wissen, dass wir etwas in Sachen Automatisierung tun müssen, aber wir wissen nicht was.“
Genau hier kommt Hellebrekers Industriële Automatisering ins Spiel.
Als System Integrator hilft Hellebrekers Produktionsbetrieben, klüger, sicherer und zukunftssicherer zu produzieren – mit einem Ansatz, der bei der eigentlichen Frage hinter der Frage beginnt.
Dieser Blog basiert auf einer Folge des De Industrie Online Videopodcasts, in dem Freek van Beersum (Hellebrekers) offen über ihre Vision von industrieller Automatisierung, KI, Energiewende und die Rolle des Menschen auf dem Hallenboden spricht.
Wer ist Hellebrekers?
Hellebrekers ist ein technischer Dienstleister mit zwei klaren Säulen:
- Water & Leisure Techniek (WLT) – Hellebrekers hat sich zum größten Schwimmbadinstallateur der Benelux-Region entwickelt.
- Hellebrekers Industriële Automatisering – der Zweig, der sich auf Produktionsbetriebe in unterschiedlichen Branchen konzentriert: Food, Verschlüsse, Metall, Spritzgussbetriebe und so weiter.
Was einst in der Schwimmbadtechnik begann – Pumpen ansteuern, Prozesse visualisieren, Wasserqualität überwachen – entwickelte sich zu einem vollwertigen System Integrator in der industriellen Automatisierung. Das Wissen und die Technologie aus dem Schwimmbadbereich erwiesen sich als hervorragend skalierbar für Fabriken.
„Wir sahen, dass die Industrie mit genau denselben Herausforderungen kämpfte wie unsere Schwimmbadkunden. Da haben wir den Schritt zum industriellen Endnutzer gewagt – und das hat sich für uns durchaus gelohnt.“
Was ist industrielle Automatisierung eigentlich?
Zu Hause sei es schwer zu erklären, erzählt Freek lachend. Aber im Kern ist es einfach:
„Mit innovativen Technologien Produktionsprozesse verbessern.“
Hellebrekers industrielle Automatisierung stützt sich auf drei Säulen:
- Automatisierung – SPS, Steuerung, SCADA, Motion, Robotik
- Digitalisierung – Daten erschließen, MES, Dashboards, OEE, Planung
- Robotisierung – Cobots, Roboter, KI-Vision, Picking & Placing
Ein Beispiel, das Freek oft verwendet:
Sie haben eine Fabrik, in der Fahrräder, Verschlüsse oder Fleischprodukte hergestellt werden.
Sie wollen schneller, klüger, sicherer und in höherer Qualität produzieren.
Sie wissen, dass Technologie Ihnen dabei helfen kann, aber nicht genau wie.
Da kommt Hellebrekers ins Spiel – nicht mit einem standardmäßigen „Automatisierungspaket“, sondern mit einer Lösung, die beim Kern des Problems beginnt.
Warum industrielle Automatisierung heute eine bittere Notwendigkeit ist
War Automatisierung früher ein Luxus, ist sie laut Freek heute:
„Eine bittere Notwendigkeit, um als Produktionsbetrieb zu überleben.“
Die Gründe:
- Personalmangel – billige Arbeit in Deutschland, Polen oder Rumänien ist keine strukturelle Lösung mehr.
- Wissen verschwindet – ältere Bediener gehen in Rente, das Know-how steckt in Köpfen, nicht in Systemen.
- Qualität und Output müssen steigen – Kunden erwarten mehr, schneller und fehlerfrei.
- Kontinuität – Stillstand und Störungen bedrohen unmittelbar Ihre Existenzberechtigung.
Ohne intelligente industrielle Automatisierung wird es nahezu unmöglich, Ihre Produktion auf Niveau zu halten, geschweige denn Ihre Wettbewerbsposition zu verbessern.
Was macht Hellebrekers Industriële Automatisering einzigartig?
Freek ist da eindeutig: Hellebrekers vergleicht sich nicht zwanghaft mit anderen Anbietern, sondern geht von der eigenen Stärke aus.
Drei Dinge stechen heraus:
1. Komplette Automatisierungspyramide
Hellebrekers deckt die gesamte Automatisierungspyramide ab:
- von Sensoren und Feldebene,
- über SPS/SCADA und Robotik,
- bis hin zu MES, Datenintegration und Anbindungen an ERP.
Also nicht nur ein Roboter hier oder ein HMI dort, sondern integrales Mitdenken:
Was brauchen Sie, um Ihre Fabrik als Ganzes klüger zu machen?
2. Lösung vor Produkt
Viele Anbieter verkaufen „Produkte“: Roboter, KI, MES, IoT.
Hellebrekers dreht es um:
„Ein Roboter, MES oder KI ist nur ein Sammelbegriff – es geht darum, welchen Wert es schafft.“
Wenn ein Kunde also sagt:
„Ich will einen Roboter.“
lautet die Reaktion nicht: „Prima, hier haben Sie ein Angebot.“
sondern:
„Warum wollen Sie diesen Roboter? Was wollen Sie erreichen?“
Manchmal lautet die Antwort: zuerst Ihre digitale Infrastruktur in Ordnung bringen,
damit Sie später einen Roboter auf Basis von Daten statt auf Bauchgefühl ansteuern können.
3. Unabhängige Beratung
Hellebrekers ist markenunabhängig und denkt vom Anwendungsfall her:
- Welche Technologie passt wirklich zu Ihrer Herausforderung?
- Muss etwas Neues her, oder können Sie bestehende Maschinen nachrüsten (Retrofit)?
- Ist Robotisierung jetzt nötig, oder zuerst Digitalisierung und Datenstruktur?
Diese Unabhängigkeit macht Hellebrekers industrielle Automatisierung als langfristigen Partner glaubwürdig.
Wie startet ein Projekt bei Hellebrekers?
Viele Projekte beginnen gleich:
„Freek, ich weiß, dass wir etwas tun müssen, aber ich weiß nicht was.“
So geht Hellebrekers vor:
- Warum-Frage
– Warum wollen Sie automatisieren? Warum ein Roboter? Warum jetzt?
Freek nennt es „jemandem fünfmal warum zu fragen, bis der eigentliche Kern zum Vorschein kommt.“ - Analyse des Schmerzpunkts
– Was raubt Ihnen den Schlaf?
– Wo läuft es schief?
– Wo wollen Sie in 5 Jahren stehen? - Konzeptphase
– Gemeinsam mit Geschäftsführung, Operations, Logistik, Qualität und Bedienern wird eine Konzeptlösung ausgearbeitet. - Business Case & ROI
– Die Investition muss vertretbar sein. Kosten, Erträge und Einsparungen werden durchgerechnet. - Projektphase
– Ein interdisziplinäres Team (Software, Hardware, Mechanik, Service, Projektmanagement) arbeitet die Lösung aus und implementiert sie.
Alte Fabriken, neue Techniken: Retrofit als Schlüssel
Nicht jede Fabrik ist „State of the Art“.
Die Niederlande kennen wunderbare neue Werke, aber auch Fabriken von 50 bis 100 Jahren.
Hellebrekers sieht darin kein Hindernis, sondern eine Herausforderung:
- Zuerst schauen: Was ist bereits vorhanden?
- Können wir Daten aus bestehenden Maschinen gewinnen?
- Kann die Steuerung erneuert werden (Retrofitting)?
Manchmal ist die Maschine mechanisch noch perfect, aber die Steuerung veraltet.
Dann setzt Hellebrekers eine neue Steuerung auf, mit dem aktuellen Stand der Technik, sodass Daten ein- und ausgelesen werden können.
So werden alte Linien Teil einer modernen, datengesteuerten Fabrik.
Cybersicherheit & Kontinuität: kein Luxus mehr
Freek ist eindeutig:
„Jeder bekommt früher oder später mit Cybersicherheit zu tun.“
Fabriken werden immer stärker vernetzt (Remote Support, Datenaustausch),
aber damit auch verwundbarer.
Hellebrekers geht das strukturell an:
- Kontinuitätsvereinbarungen – proaktives Monitoring, Service, Prävention.
- Konnektivität mit Konzept – wo möglich Online-Support, wo nötig vor Ort.
- Arbeiten nach aktuellen Normen – zum Beispiel NIS2 (Freek nennt NIST 2).
Die Grundlage von Kontinuität ist sichere Konnektivität.
Ohne gut abgesicherte Verbindungen können Sie nicht effizient überwachen, aktualisieren oder bei Störungen eingreifen.
KI & Vision: kein Buzzword, sondern Werkzeug
KI ist vielleicht das Modewort dieser Zeit – auch in der Industrie.
Aber Freek bleibt nüchtern:
„KI ist kein Zauberwort. Sie bringt erst dann etwas, wenn man damit echte Probleme löst.“
Beispiele, wie Hellebrekers industrielle Automatisierung KI einsetzt:
- Qualitätskontrolle in der Lebensmittelindustrie
– Fremdmaterial im Fleisch erkennen (Kunststoff, Holz, Metall). - Robotern „Gehirn“ geben
– Vision + KI, damit Roboter flexibel greifen, stapeln und verpacken können. - Unterstützung im Engineering
– KI, die hilft, Engineering-Aufgaben schneller und mit weniger Personal auszuführen.
KI ist also kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um Qualität, Sicherheit und Effizienz zu steigern.
Energiewende: klüger mit Energie umgehen
Die Energiewende ist keine ferne Zukunftsmusik mehr:
laut Freek ist sie schlicht „tatsächlich vorhanden“.
Probleme, die er sieht:
- Neue Fabriken, die aufgrund von Netzengpässen nicht gebaut werden können
- Projekte, die durch Kapazitätsmangel Verzögerungen erleiden
Aber industrielle Automatisierung hilft auch hier:
- Klüger planen auf Basis des Energieverbrauchs pro Maschine
- Energie wiederverwenden statt zurückspeisen
- Abfallströme in der Fabrik besser nutzen
- Daten einsetzen, um Prozesse energieeffizienter zu steuern
Ein einfaches Beispiel:
ein Spritzgießer mit mehreren Maschinen, von denen die eine viel energiesparender ist als die andere.
Planen Sie auf Basis von Verfügbarkeit, Farbe und Energieverbrauch,
dann können Sie bei Kosten und Nachhaltigkeit den Unterschied machen.
Menschen auf dem Hallenboden: ohne sie funktioniert es nicht
Technik ist das eine, die Akzeptanz der Menschen ist mindestens ebenso wichtig.
Freek sagt es deutlich:
„Wenn ein Bediener ein System für wertlos hält, bleibt es ein wertloses System – so gut es technisch auch sein mag.“
Deshalb:
- bindet Hellebrekers Bediener, Qualitätsmitarbeiter, Finance und Management bereits in der Vorphase ein.
- organisieren sie Workshops, um Widerstand („das haben wir schon immer so gemacht“) in Engagement umzuwandeln.
- Immer Schulungen nach der Übergabe:
– Wie bedient man die Maschine?
– Wie holt man sie aus einer Störung?
– Wie arbeitet man mit der neuen Software/MES/dem Roboter?
Automatisierung funktioniert erst dann, wenn die Menschen, die damit arbeiten müssen,
verstehen, warum und wie.
Die Vision von Hellebrekers: die Wettbewerbsposition der niederländischen Industrie stärken
Freek fasst die Ambition von Hellebrekers industrielle Automatisierung in einem Satz zusammen:
„Wir wollen der Industrielandschaft in den Niederlanden helfen, die Wettbewerbsposition zu verbessern, damit Unternehmen auch in Zukunft ihren Betrieb aufrechterhalten können.“
Wie?
Indem sie setzen auf:
- Automatisierung
- Digitalisierung
- Robotisierung
Mit Lösungen, die Wert schaffen,
und mit einem Ansatz, bei dem Zusammenarbeit, Wissensaustausch und Strategie im Mittelpunkt stehen.
Wie nehmen Sie Kontakt zu Hellebrekers auf?
Wer nach dem Hören oder Lesen dieser Geschichte denkt:
„Ich habe auch so eine Herausforderung und möchte mich mal austauschen.“
kann direkt Kontakt aufnehmen über:
👉 www.hellebrekers.nl
Dort finden Sie die Kontaktdaten von Freek und seinen Kollegen.
Unverbindlich, aber mit einer Menge Erfahrung am Tisch.
Möchten Sie nun selbst am Videopodcast von deindustrie.online teilnehmen, dann hinterlassen Sie eine Nachricht über dieses Formular
