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Feinstaub in der Industrie: ‚Ich hätte nie gedacht, dass ich dadurch krank werde‘

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Redactie
11 mrt 2025 · 2 Min. Lesezeit

Immer mehr Beschäftigte in der Industrie erkranken durch die Belastung mit Feinstaub. Er ist unsichtbar, doch die Folgen sind gewaltig. Wir haben mit einigen Arbeitnehmern und Experten über die Auswirkungen von Feinstaub auf ihre Gesundheit gesprochen – und darüber, was sich ändern muss.

‚Meine Lunge ist im Eimer, und ich bin erst 45‘

Pieter (45) arbeitete zwanzig Jahre lang in der Metallindustrie. Über die Luft, die er täglich einatmete, hatte er sich nie Gedanken gemacht. ‚Man sieht es nicht, also denkt man nicht darüber nach. Bis mir immer öfter die Luft wegblieb, selbst bei kleinen Anstrengungen.‘

Nach einem Arztbesuch bekam er die Diagnose: chronische Bronchitis durch Feinstaubbelastung. ‚Meine Lunge ist im Eimer, und ich bin erst 45. Ich kann nicht einmal mehr mit meinen Kindern Fußball spielen, ohne wie ein alter Mann zu keuchen.‘

Woher kommt der Feinstaub?

Feinstaub besteht aus mikroskopisch kleinen Partikeln, die bei Produktionsprozessen wie der Metallbearbeitung, der Holzverarbeitung und bei Verbrennungen freigesetzt werden. ‚In vielen Werkstätten wirbelt der Staub einfach herum. Absauganlagen? Die sind oft abgeschaltet, weil das Kosten spart‘, erzählt Erik, ein Sicherheitsexperte in der Fertigungsindustrie.

Gesundheit unter Druck: ‚Mein Vater ist an Lungenkrebs gestorben, und er arbeitete in derselben Fabrik‘

Für viele Beschäftigte wird die Realität erst spät greifbar. Linda (38) hat es aus nächster Nähe erlebt: ‚Mein Vater hat vierzig Jahre in einer Holzfabrik gearbeitet. Er war immer gesund, aber vor ein paar Jahren bekam er Lungenkrebs. Die Ärzte sagten, dass Feinstaub wahrscheinlich eine große Rolle gespielt hat. Er ist nicht mehr da.‘

Laut dem RIVM haben Beschäftigte in der Industrie ein erhöhtes Risiko für:

  • Atemwegserkrankungen wie Asthma und chronische Bronchitis.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
  • Krebs, insbesondere bei langfristiger Belastung durch Metalle und chemische Stoffe.

Was muss sich ändern?

Viele Beschäftigte fühlen sich machtlos, doch es gibt Lösungen. ‚Es muss mehr Kontrolle über die Luftqualität in den Fabriken geben‘, sagt Erik. ‚Arbeitgeber müssen in Absaugung und Schutz investieren – und nicht erst, wenn es zu spät ist.‘

Pieter nickt. ‚Wir tragen jetzt Masken, aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das gesamte Arbeitsumfeld muss sauberer werden. Niemand sollte durch seine Arbeit krank werden.‘

Fazit

Feinstaub ist ein schleichender Killer in der Industrie. Beschäftigte wie Pieter und Lindas Vater zahlen den Preis für ein Problem, das zu lange ignoriert wurde. Wenn Unternehmen und politische Entscheidungsträger jetzt nicht handeln, bleibt dies eine verborgene Katastrophe.

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