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Digitaler Schock in der Fertigungsindustrie: Delaware zieht kräftig die Notbremse – „Unternehmen hinken meilenweit hinterher“

RE
Redactie
1 dec 2025 · 4 Min. Lesezeit

Industriegigant schlägt Alarm: „Wer jetzt nicht digitalisiert, schafft es schlicht nicht mehr.“

Die niederländische Fertigungsindustrie erhält eine deutliche Warnung.
Der Digitalisierungsspezialist Delaware stellt fest, dass zahlreiche Unternehmen glauben, sie seien für die Zukunft gerüstet – doch laut den Experten sieht die Realität deutlich schmerzhafter aus.

„Viele Fabriken arbeiten noch so, als schriebe man das Jahr 1998. Das wird ihnen gnadenlos zum Verhängnis.“

Das sagen Koen van Woerkum und Jan Koster, zwei Schwergewichte bei Delaware, in einer Folge von De Industrie Online.
Ihre Botschaft: Die digitale Kluft wird größer denn je.


Fabriken fahren sich fest: „Alles hat sich verändert, aber niemand will sich bewegen“

Die Männer von Delaware reden nicht um den heißen Brei herum.
Digitalisierung ist keine nette Option mehr, sondern schiere Notwendigkeit.

Maschinen werden intelligenter.
Kunden fordern mehr Tempo.
Lieferanten werden strenger.
Und die Konkurrenz? Die digitalisiert eben doch.

Van Woerkum bringt es glasklar auf den Punkt:

„Wer heute noch in Excel lebt, ist chancenlos.“

Viele Fertigungsunternehmen wollen zwar digitalisieren, haben aber keine Ahnung, was sie eigentlich brauchen.
Und genau da geht es schief.


Süßwarenladen-Effekt: Unternehmen klicken alles an – und schießen sich ins eigene Bein

Laut Delaware fühlt sich Digitalisierung für viele Organisationen an wie ein IT-Supermarkt:

KI?
Portale?
Dashboards?
Roboter?
Cloud?

Jeder will alles auf einmal.

Doch Koster warnt:

„Das ist das Rezept für eine Katastrophe. Digitalisierung scheitert, weil Unternehmen zu viel wollen und zu wenig verstehen.“

Deshalb setzt Delaware ein Digital Discovery Assessment ein, eine Art digitales Röntgenbild, das in ein bis zwei Tagen offenlegt:

  • welche Prozesse wirklich wichtig sind
  • welche Technologie benötigt wird
  • was es kostet
  • welche Auswirkungen es hat
  • und vor allem: wo bei den Mitarbeitern der Widerstand sitzt

Und Letzteres ist der größte Engpass.


„Systeme lassen sich mit einem Klick ändern. Menschen nicht.“

Worin verschätzen sich Unternehmen am meisten? In den Menschen.

Neue Software ist schnell installiert.
Aber neue Gewohnheiten?
Das dauert Monate.

„Change-Management ist keine Nebensache mehr. Es ist ein Handwerk. Und ohne dieses Handwerk scheitert jedes Projekt.“

Mitarbeiter fürchten um ihren Arbeitsplatz.
Manager wollen daran festhalten, „wie es schon immer war“.
Und Teams verlieren den Überblick, weil sich alles gleichzeitig verändert.

Delaware spricht es offen aus:

„Der größte Feind der Digitalisierung ist nicht die Technologie. Es ist das Verhalten.“


SAP wird wieder König: „Wir machen keine Individualentwicklung mehr – das ist die Suche nach Ärger“

Früher wollten Unternehmen ihr ERP komplett umbauen.
Heute fordern sie das Gegenteil:

Standardisierung.

Tempo.
Zuverlässigkeit.
Weniger Aufwand.
Keine Individualentwicklung, die jahrelange Wartung kostet.

SAP S/4HANA wird deshalb wieder zum dominanten Akteur in der Industrie.

Delaware geht sogar noch einen Schritt weiter:

„Wir sind der einzige Partner in den Niederlanden, der ein Fertigungsunternehmen vollständig end-to-end digitalisieren kann.“

Engineering, Produktion, Planung, HR, Portale, Service – alles in einem Ökosystem.


Roadmap statt Big Bang: „Alles auf einmal zu machen ist Selbstmord“

Delaware ist gnadenlos deutlich: Die Zeit gigantischer „Big-Bang“-Implementierungen ist vorbei.

Eine digitale Transformation muss schrittweise erfolgen:

  1. ERP in Ordnung bringen
  2. Prozesse standardisieren
  3. Abteilungen mitnehmen
  4. Roadmap aufbauen
  5. Erst danach mit KI, IoT und Automatisierung erweitern

Van Woerkum:

„Wir wollen nicht, dass die Operation gelingt, der Patient aber stirbt.“

Also keine verrückten Sprünge mehr.
Keine halbherzige Individualentwicklung.
Keine Millionenprojekte, die aus dem Ruder laufen.

Ruhe. Logik. Roadmap.

Das ist die neue industrielle Realität.


Wer profitiert am meisten von Delawares Ansatz?

Nicht die allergrößten Konzerne.
Nicht die allerkleinsten Unternehmer.

Sondern Unternehmen, die:

  • Produkte entwickeln, bauen und warten
  • international wachsen
  • Komplexität in Planung und Service haben
  • zwischen 200 Millionen und 1+ Milliarde Euro Umsatz liegen
  • oder kleine Scale-ups mit großen Ambitionen sind

Oder wie Delaware es formuliert:

„Die Größe spielt keine Rolle. Die Ambition schon.“


Die harte Prognose: Die kommenden fünf Jahre werden entscheidend

Delawares Zukunftsplan lässt keine Zweifel offen.

✔ In den Niederlanden wachsen
✔ Den digitalen Standard für die Fertigungsindustrie setzen
✔ Alle bestehenden Kunden fünf Jahre lang weiterentwickeln
✔ Neuen Unternehmen helfen, die jetzt feststecken
✔ Das SAP-Ökosystem weiter ausbauen

Die Botschaft an den Markt ist knallhart:

„Digitalisierung ist nichts, was man einmal tut. Es ist etwas, das man immer weiter tun muss.“


Die Warnung an die Industrie ist eindeutig

Wer jetzt nicht digitalisiert, wird überholt.
Wer jetzt nicht standardisiert, bleibt stecken.
Wer keine Roadmap hat, verirrt sich.

Aber wer den Schritt eben doch geht?
Der baut sich einen Vorsprung auf, der jahrelang trägt.


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