Slimstock, Gewinner des niederländischen Logistikpreises, wird für seinen innovativen Marktansatz in der Bestandsoptimierung gelobt. Das Unternehmen, das Software liefert und auf Bestandsmanagement spezialisiert ist, hat nach Ansicht der Jury den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Kundenbestände gelegt – mit Fokus auf Kundenzufriedenheit und messbare Verbesserungen. Slimstock ist bekannt für seine Wissensentwicklung und organisatorische Agilität, was zum Gewinn dieses renommierten Preises im November beigetragen hat. In einem Interview geben Jan Kraaijeveld und Anne van der Weerd von Slimstock weitere Einblicke in ihren Sieg und erörtern den Einfluss von Faktoren wie der COVID-19-Pandemie auf die Lieferkette.
Ermutigung
Jan Kraaijeveld von Slimstock reagiert auf den Gewinn des niederländischen Logistikpreises augenzwinkernd: “Wir kommen hier wirklich nicht jeden Tag High-fivend herein, aber natürlich sind wir stolz auf den Sieg.” Er betont, dass die Auszeichnung unter anderem auf Kundenreferenzen und einem Besuch der Organisation beruht. Der Gewinn des Preises wird mit internen Feierlichkeiten, Aufmerksamkeiten für Kunden und dem Kontakt zu früheren Preisträgern begangen. Kraaijeveld hebt hervor, dass es sich nicht um einen Preis für den Abschluss eines bestimmten Projekts handelt, sondern vielmehr um eine Ermutigung, mit dem weiterzumachen, worin Slimstock gut ist: dem Bestandsmanagement. Er teilt außerdem den eigenwilligen Ansatz des Unternehmens, das alles intern entwickelt und implementiert, mit einem Fokus auf Kundenfragen rund um das Bestandsmanagement.
Schneller ein Gleichgewicht finden
Jan Kraaijeveld, der bereits seit über zwölf Jahren bei Slimstock arbeitet, hat eine kommerzielle Rolle in dem Unternehmen, das seit 1993 aktiv ist und weltweit über 22 Niederlassungen verfügt. In seiner Funktion ist er sowohl für neue als auch für bestehende Kunden verantwortlich. Slimstock bedient ein breites Spektrum an Branchen, darunter traditionelle Großhändler wie Destil, Kramp und Mediq, aber auch verbraucherorientierte Marken und E-Commerce-Unternehmen wie Bax Music, fonQ, Rituals und Smulderstextiel.nl. Das Unternehmen ist sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich tätig und ist dafür bekannt, Unternehmen dabei zu helfen, die richtige Balance zwischen Lagerbeständen und Verfügbarkeit zu finden, wobei die Handlungsgeschwindigkeit verbessert wird.
Fokus auf Wissen und Unterstützung
Anne van der Weerd, verantwortlich für Sales & Business Development bei Slimstock, kam vor mehr als sechs Jahren zum Unternehmen. Sie kam direkt nach ihrem Studium mit Slimstock in Kontakt und fühlte sich von der Atmosphäre und den Menschen angezogen. Sie begann als Trainee im Young-Professionals-Programm von Slimstock, wodurch sie verschiedenen Abteilungen über die Schulter schauen und viel über Slim4 lernen konnte. Was sie persönlich anspricht, ist die Kombination aus dem Fokus auf Wissen und der Unterstützung von Organisationen. Slimstock verfügt außerdem über eine eigene Academy, mit der Kunden ihr Supply-Chain-Wissen kostenlos erweitern können.
Corona
Die Corona-Krise hat die Aufmerksamkeit für das Bestandsmanagement erheblich gesteigert, insbesondere weil internationale Produktions- und Vertriebsketten gestört wurden und sich die Lieferzeiten verlängerten. Dies hat die Bedeutung der Produktverfügbarkeit hervorgehoben, während viele Organisationen in den Jahren vor der Pandemie gerade versuchten, weniger Bestand vorzuhalten. Jan Kraaijeveld betont, dass es beim Bestandsmanagement darum geht, mit Unsicherheit umzugehen und wohlüberlegte Entscheidungen zu treffen. Es ist entscheidend zu wissen, wann Kunden bestimmte Produkte benötigen, und auf Basis von Daten zu steuern. Zu viel Bestand kann strategische Ziele verfehlen – egal, ob es dem Unternehmen schlecht oder gerade gut geht. Im einen Fall bleibt man auf überschüssigem Bestand sitzen, während er im anderen Fall das Betriebskapital belasten kann.
Von Produkten zu Prozessen
Jan Kraaijeveld und Anne van der Weerd betonen, dass Unternehmen oft bestätigen, dass Bestand für sie wichtig ist, ihn aber nicht als dringendes Thema betrachten. Kraaijeveld merkt an, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass Unternehmen sich nicht bewusst sind, dass sie Probleme mit der Lieferung von Produkten aus ihren 100 meistverkauften Artikeln haben. Slimstock kann Organisationen für solche Fragen sensibilisieren und nutzt zunehmend Daten und Rechenleistung – dank fortschrittlicher KI-Anwendungen –, um Kunden gezielt zu helfen. Er betont, dass es heutzutage mehr um die Prozesse am hinteren Ende der Lieferkette geht als um die einzelnen Produkte. Durch Automatisierung, etwa mit ‘If This Then That’, können Lieferketten heute erheblich anders aussehen als noch vor fünf Jahren. Gleichzeitig sind Waren knapper geworden und die Suche nach qualifiziertem Personal zu einer größeren Herausforderung geworden.
Nachhaltiger agieren
Nachhaltigkeit ist ebenfalls zu einem wichtigen Thema geworden, wie Anne van der Weerd in Gesprächen mit Kunden von Slimstock feststellt. Unternehmen bemühen sich zu vermeiden, dass Produkte unnötig Platz einnehmen und Staub ansetzen – und schon gar nicht wollen sie, dass sie am Ende weggeworfen werden müssen. Die Software von Slimstock, die kontinuierlich verbessert wird, dient als Werkzeug, um Einkäufern zu helfen, Fehlkäufe zu vermeiden und nachhaltiger zu agieren. Van der Weerd betont, dass die Software zwar ein Instrument ist, es aber die Menschen von Slimstock sind, die für die Kunden den Unterschied machen. Slimstock versteht sich nicht als IT-Spezialisten, sondern als Anbieter von Einblicken in Warenströme. Sie zeigen Kunden, welche Fortschritte sie durch die Anpassung bestimmter Parameter erzielen können. Van der Weerd freut sich auf die Webwinkel Vakdagen als Gelegenheit, viele Menschen zu treffen, zu inspirieren und selbst inspiriert zu werden.
