Diese Entwicklung fällt mit einer US-amerikanischen Untersuchung mutmaßlich unfairer Wettbewerbsmethoden Chinas zusammen, mit denen das Land bei der Chipproduktion autark werden will. Peking unterstützt die einheimische Chipindustrie mit erheblichen Staatsmitteln, darunter ein im Mai aufgelegter Fonds in Höhe von 47 Milliarden Dollar.
Ausländische Unternehmen der Automobilbranche, die einen Jahresumsatz von mehr als 80 Milliarden Dollar erzielen, stehen vor der Wahl, entweder mehr in China zu produzieren oder Marktanteile zu verlieren. Viele entscheiden sich für Ersteres, was zu Veränderungen in der weltweiten Lieferkette für Chips führt.
Obwohl China derzeit vorwiegend einfache Chips für Grundfunktionen in Fahrzeugen herstellt, zeigen die jüngsten Fortschritte, dass sich das Land künftig zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten entwickeln kann. Die Dominanz Chinas bei der Produktion von EVs, die eine große Menge an Chips erfordern, verstärkt diesen Trend.
Mit den Fortschritten chinesischer Chiphersteller wächst der Wettbewerbsdruck für westliche Unternehmen sowohl innerhalb als auch außerhalb Chinas. So verzeichnete das in Peking ansässige Horizon Robotics, ein Konkurrent von Nvidia und Qualcomm im Bereich der Fahrzeugtechnologie, einen Anstieg der Kundenzahl von 14 im Jahr 2021 auf 25 im Juni 2024.
Diese Verschiebungen unterstreichen Chinas Entschlossenheit, technologische Unabhängigkeit zu erreichen, und stellen eine Herausforderung für internationale Chiphersteller dar, die auf dem chinesischen Markt tätig sind.
