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Warum so viele Fertigungsbetriebe glauben, effizient zu arbeiten – es aber nicht sind

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Redactie
2 jun 2025 · 3 Min. Lesezeit

Einleitung

Fertigungsbetriebe investieren massiv in ERP-Systeme, Dashboards und Automatisierung. Doch hinter den Kulissen sind Excel-Tabellen, Frust in der Produktion und undurchsichtige Prozesse die Regel. Effizient? Weit gefehlt. Laut Cor Verbaas, Gründer der Digitalisierungsagentur 4EF, gibt es nur einen Weg, um wirklich voranzukommen: den Mut haben, vom Standard abzuweichen und neu zu betrachten, wie man arbeitet. “Effizienz beginnt nicht mit Software, sondern mit Mut.”


Klüger arbeiten beginnt damit, zu wissen, wer man ist

Viele Unternehmen starten mit der Automatisierung, ohne zuerst genau zu wissen, was ihre eigenen Prozesse einzigartig macht. Und genau da läuft es schief, meint Verbaas. “Man muss zuerst verstehen, was man standardmäßig tut und wo man davon abweicht. Nur dann kann man Systeme wählen, die einen wirklich weiterbringen.”

Das Problem liegt seiner Meinung nach im ‘One-size-fits-all’-Denken vieler ERP-Anbieter. Unternehmen passen sich an die Software an, statt umgekehrt. Und das führt zum bekannten Workaround: Excel.

“Fast jeder Fertigungsbetrieb nutzt Excel noch als Rückgrat. Nicht, weil sie das wollen, sondern weil ihre Systeme mit der Praxis nicht zurechtkommen.”


Perfektion ist dein größter Feind

Verbaas plädiert für eine andere Denkweise: nicht nach Perfektion streben, sondern nach Fortschritt. “Eine 8 ist oft gut genug. Die letzten 20 Prozent kosten dich unverhältnismäßig viel Zeit, Geld und Frust.”

Sein Ansatz unterscheidet sich radikal von den klassischen ERP-Projekten. Keine jahrelangen Implementierungen, sondern Blöcke von drei Monaten, in denen unmittelbar Mehrwert geliefert wird. “Schnell umschalten, nachsteuern und feiern, was funktioniert.”


Der Beweis liegt in der Fabrikhalle

Die Ergebnisse sprechen für sich. So konnte ein Hersteller von Kunststoffflaschen enorm viel Platz einsparen, indem die Produktion auf die Lieferung statt auf Schätzungen abgestimmt wurde. Und bei einem Maschinenbauer wurde der chaotische Wareneingangsprozess dank einer einfachen Scan-Lösung mit direkten Verarbeitungsanweisungen vollständig optimiert.

„Innerhalb weniger Sekunden war alles erfasst, ohne Fehler und ohne Verzögerung. Das ist ein Gewinn, den jeder in der Produktion spürt.“


Ohne die Menschen ist das System wertlos

Technologie funktioniert erst, wenn Menschen damit arbeiten wollen. Und genau da geht es oft schief. Verbaas: “Solange die Menschen noch klagen, gibt es Hoffnung. Wenn sie schweigen, ist der Prozess aufgegeben.”

Er plädiert für eine Kultur, in der die Produktion ernst genommen wird. „Der Operator weiß genau, wo es hakt. Den muss man einbeziehen, nicht ignorieren.“


Vergiss ERP – denke in Mobilität

Unternehmen denken zu oft in Lösungen, ohne ihren tatsächlichen Bedarf klar vor Augen zu haben. “Sie fragen nach einem ERP, wollen aber eigentlich nur von A nach B. Vielleicht reicht ein Fahrrad oder eine Drohne.”

Es geht nicht um das System selbst, sondern um das Ergebnis, das man erreichen will. Das erfordert Nachfragen, den Mut, über Standardlösungen hinauszudenken, und ein klares Bild der eigenen Ziele.


Zeit, es anders zu machen

Der Appell von Verbaas ist eindeutig: Fertigungsbetriebe müssen sich neu erfinden. Nicht mit noch einer Standardlösung, sondern mit einem scharfen Blick darauf, was sie einzigartig macht und wohin sie wollen.

„Gerade KMU sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wenn sie lernen, effizienter zu arbeiten, gewinnen die gesamten Niederlande.“

Trau dich also, dich zu verändern. Beginne nicht mit Software, sondern mit Vision. Und wähle erst dann die passenden Tools.


Mehr darüber erfahren, wie du deine Prozesse klüger gestalten kannst? Höre den Podcast, besuche www.4ef.nl oder nimm Kontakt auf mit Cor Verbaas.

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