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Mega-Investition in Katwijk: Lilly baut hochmoderne Arzneimittelfabrik für 2,6 Milliarden Euro

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Redactie
4 nov 2025 · 3 Min. Lesezeit

Neue Hightech-Produktionsstätte stärkt die Fertigungsindustrie in den Niederlanden

Der amerikanische Pharmariese Eli Lilly bringt die Niederlande international ins Rampenlicht mit einer Investition von 2,6 Milliarden Euro in eine brandneue Hightech-Arzneimittelfabrik in Katwijk (Südholland).
Die Fabrik wird die europäische Arzneimittelversorgung stärken, Hunderte neuer Arbeitsplätze schaffen und der niederländischen Fertigungsindustrie einen kräftigen Impuls verleihen.


Produktionsgigant entscheidet sich für den Leiden Bio Science Park

Die Fabrik wird im Leiden Bio Science Park errichtet, dem größten Innovationscluster für Life Sciences in den Niederlanden.
Die Anlage wird mit den neuesten Technologien zur Herstellung oraler Arzneimittel in den Bereichen Diabetes, Adipositas, Krebs, neurologische Erkrankungen und Immunologie ausgestattet.

„Mit dieser Investition erhöhen wir unsere weltweite Produktionskapazität und rücken zugleich näher an die europäischen Patienten heran“,
sagt David A. Ricks, CEO von Eli Lilly.
„Die Niederlande bieten ein einzigartiges Ökosystem aus Wissen, Infrastruktur und Talent.“


Beschäftigung: Hunderte feste Stellen und Tausende Bau-Jobs

Der neue Produktionsstandort schafft 500 feste Arbeitsplätze für Ingenieure, Operatoren, Laboranten und Wissenschaftler.
Während der Bauphase, die 2025 beginnt, kommen zusätzlich 1.500 befristete Stellen im Bau- und Technikbereich hinzu.

Laut Wirtschaftsminister Vincent Karremans ist dies ein historischer Schritt für die niederländische Industrie:

„Das ist nicht einfach nur eine Fabrik – es ist ein Motor für Innovation, Zusammenarbeit und hochwertige Beschäftigung.“


Intelligente Produktion und Nachhaltigkeit im Fokus

Die Fabrik in Katwijk wird ein Musterbeispiel für nachhaltige pharmazeutische Produktion.
Lilly will den Standort CO₂-neutral gestalten und 15 % der Energie selbst über Solar- und Windenergie erzeugen.
Abfallströme werden wiederverwendet oder recycelt, was den ökologischen Fußabdruck erheblich verringert.

„Wir bauen nicht einfach eine Fabrik, sondern eine Blaupause für die Zukunft der Arzneimittelproduktion“,
so Edgardo Hernandez, President of Lilly Manufacturing Operations.

Mehr über nachhaltige Innovationen in der Industrie lesen Sie in Trends in der Fertigungsindustrie.


Chancen für die niederländische Fertigungsindustrie

Die Investition von 2,6 Milliarden Euro erzeugt eine enorme Nachfrage nach niederländischen Zulieferern in den Bereichen Maschinenbau, Reinraumtechnik, Installation, HLK und Industrieautomatisierung.

Besonders Unternehmen in Südholland und Nordbrabant können von langfristigen Kooperationen mit dem Pharmariesen profitieren.

Unternehmen, die in der Industrieautomatisierung
und der Metallbearbeitung
tätig sind, spielen eine Schlüsselrolle bei der Realisierung dieses hochmodernen Produktionsstandorts.


Europa im Rampenlicht

Mit dem Standort in Katwijk baut Lilly sein europäisches Netzwerk weiter aus — neben den Fabriken in Frankreich, Irland, Italien und Spanien.
Die Niederlande gesellen sich damit zu einer ausgewählten Gruppe von Ländern mit einem „Next-Generation“-Produktionsstandort.

„Die Nachfrage nach unseren Arzneimitteln wächst schneller als je zuvor“, sagt Ricks.
„Mit dieser Fabrik stellen wir sicher, dass Patienten in Europa schneller Zugang zu innovativen Behandlungen erhalten.“

Mehr darüber, wie sich die Niederlande zum Innovationsland entwickeln, lesen Sie auf der Plattform für die Fertigungsindustrie.


Analyse: Katwijk als neuer Hightech-Hotspot

Die Wahl von Katwijk ist strategisch.
Die Nähe zu Schiphol, dem Rotterdamer Hafen und der European Medicines Agency (EMA) in Amsterdam
macht den Standort ideal für die europäische Distribution.

Die Investition fügt sich in einen breiteren Trend ein, bei dem Pharmaunternehmen ihre Produktion nach Europa zurückverlagern,
um die Versorgungssicherheit und Lieferkettenkontrolle zu erhöhen.

Mit der Ansiedlung von Lilly entwickelt sich Katwijk zu einem neuen Hightech-Hotspot,
vergleichbar mit dem Einfluss von ASML in Eindhoven oder MSD in Oss.

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