Gefertec hat ein neues Fertigungssystem vorgestellt, mit dem sich Bauteile aus Titan additiv herstellen lassen. Die Arctitan basiert auf der WAAM-Technologie (Wire Arc Additive Manufacturing), einem Verfahren, bei dem Metalldraht mithilfe eines Lichtbogens Schicht für Schicht zu einem dreidimensionalen Werkstück aufgebaut wird.
Titan als anspruchsvoller Werkstoff
Titan eignet sich besonders für Anwendungen, die hohe Festigkeit bei geringem Gewicht und guter Korrosionsbeständigkeit erfordern. Gleichzeitig ist das Material schwierig zu bearbeiten und vergleichsweise teuer. Beim additiven Aufbau von Titan kommt es entscheidend auf die Kontrolle der Umgebungsatmosphäre an, da das Metall bei hohen Temperaturen stark mit Sauerstoff reagiert. Die Arctitan ist genau auf diese Anforderungen ausgelegt.
Vorteile des WAAM-Verfahrens
Das drahtbasierte Verfahren ermöglicht die Fertigung größerer Komponenten bei hoher Aufbaurate. Im Vergleich zur zerspanenden Bearbeitung, bei der viel Material abgetragen wird, lässt sich der Materialeinsatz deutlich reduzieren. Bei einem teuren Werkstoff wie Titan ist das ein wichtiges wirtschaftliches Argument.
- Effizienterer Einsatz von Rohstoffen
- Geeignet für größere Werkstücke
- Kürzere Durchlaufzeiten bei komplexen Geometrien
Für die Fertigungsindustrie eröffnen sich dadurch Perspektiven in Branchen, in denen Titanbauteile üblich sind, etwa in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und im schweren Maschinenbau. Unternehmen können näher an der Endkontur produzieren und die Nachbearbeitung reduzieren.
