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Digitalisierung in der Industrie beginnt nicht mit Technik, sondern mit einem konkreten Ziel

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Redactie
23 apr 2026 · 4 Min. Lesezeit

Digitalisierung in der Industrie: Warum ein Start jetzt entscheidend ist

Digitalisierung ist für die Industrie längst keine Zukunftsmusik mehr. Unternehmen stehen unter Druck durch steigende Energiekosten, Personalmangel, zunehmenden Wettbewerb und die Notwendigkeit, effizienter zu produzieren. Dennoch ringen viele Organisationen noch mit derselben Frage: Wo fängt man an?

Laut WAGO muss Digitalisierung überhaupt nicht kompliziert sein. Der Schlüssel liegt nicht in großen IT-Projekten oder teuren Cloud-Plattformen, sondern in der intelligenten Nutzung vorhandener Daten, der Festlegung klarer Ziele und einem kleinen Start mit messbaren Ergebnissen.

Was macht WAGO in der Industrie?

WAGO ist weltweit als Spezialist für elektrische Verbindungstechnik, Automatisierung und Interfacing bekannt. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen auch Softwarelösungen, mit denen Kunden ihre Anlagen intelligenter, effizienter und zukunftssicher gestalten können.

Damit bewegt sich WAGO längst nicht mehr allein im Hardwarebereich. Das Unternehmen spielt eine immer größere Rolle bei IoT, Datenanalyse, Visualisierung und intelligenten Wartungsstrategien für industrielle Umgebungen.

Was bedeutet Digitalisierung laut WAGO?

Während viele Unternehmen Digitalisierung noch mit komplexer Technik verbinden, betrachtet WAGO sie pragmatisch. Für sie dreht sich Digitalisierung um eine Sache:

Mehrwert schaffen mit den Daten, die in Anlagen und Maschinen bereits verfügbar sind.

Das bedeutet nicht einfach nur, Daten zu sammeln, sondern Erkenntnisse aus Prozessen zu gewinnen, Zusammenhänge zwischen Messwerten zu erkennen und diese Informationen zu nutzen, um bessere Entscheidungen zu treffen.

Warum viele Unternehmen Daten haben, aber wenig damit anfangen

In vielen Fabriken sind seit Jahren Sensoren, SPS und Systeme vorhanden, die enorme Datenmengen erzeugen. Dennoch bleibt ihr eigentlicher Wert oft ungenutzt.

Laut WAGO geht es meist an drei Punkten schief:

  • Es wurde kein klares Ziel formuliert
  • Daten aus verschiedenen Quellen werden nicht verknüpft
  • Es werden keine konkreten Maßnahmen mit den Erkenntnissen verbunden

Ohne Richtung bleiben Daten lediglich Informationen. Erst wenn Unternehmen wissen, was sie verbessern wollen, wird klar, welche Daten wirklich relevant sind.

Warum Digitalisierung gerade jetzt dringend ist

Für Produktionsunternehmen ist Digitalisierung kein Luxus mehr, sondern ein Wettbewerbsfaktor. Wer intelligenter produziert, hat unmittelbar einen Vorteil am Markt.

Die wichtigsten Antriebskräfte sind:

  • steigende Energiepreise
  • höhere Arbeitskosten
  • Druck auf die Margen
  • Bedarf an höherer Verfügbarkeit
  • Mangel an technischem Personal
  • Nachfrage nach planbaren Lieferzeiten

Unternehmen, die ihre Prozesse nicht optimieren, laufen Gefahr, von effizienteren Wettbewerbern überholt zu werden.

Von reaktiver Wartung zu vorausschauender Wartung

Ein konkretes Beispiel, bei dem Digitalisierung unmittelbar Mehrwert schafft, ist die Wartung.

Viele Unternehmen arbeiten noch reaktiv: Eine Maschine bleibt stehen und erst dann wird das Problem behoben. Andere planen regelmäßige Wartungen, auch wenn sie noch nicht notwendig sind.

Beide Modelle kosten Geld.

Mit datengesteuerter Wartung entsteht eine intelligentere Alternative:

Predictive Maintenance

Machine Learning sagt voraus, wann Wartung erforderlich ist.

Prescriptive Maintenance

Das System gibt sogar an, welches Bauteil Aufmerksamkeit benötigt und welche Maßnahme erforderlich ist.

Dadurch können Unternehmen:

  • Stillstand reduzieren
  • Wartungskosten senken
  • Techniker effizienter einsetzen
  • Produktionsverluste begrenzen
  • die Lebensdauer von Anlagen verlängern

Cloud oder keine Cloud? WAGO setzt auf Flexibilität

Eine häufig geäußerte Sorge in der Industrie betrifft Datenhoheit und Cybersicherheit. Nicht jedes Unternehmen möchte Daten in die Cloud senden.

Deshalb bietet WAGO auch On-Premise-Lösungen an. Das bedeutet, dass die Daten lokal in der Fabrik auf eigenen Servern oder Systemen verarbeitet werden.

Die Vorteile davon:

  • vollständige Kontrolle über die Daten
  • weniger externe Abhängigkeit
  • zusätzliche Cybersicherheitsebene
  • geeignet für sensible Produktionsumgebungen
  • schnelle Verarbeitung vor Ort

Für viele Industrieunternehmen ist das eine wichtige Voraussetzung, um überhaupt mit der Digitalisierung zu beginnen.

Der 5-Stufen-Plan von WAGO hin zur intelligenten Fabrik

Um Digitalisierung praktisch umzusetzen, arbeitet WAGO mit einem klaren Stufenmodell.

1. Daten sammeln

Messwerte aus Maschinen und Anlagen auslesen.

2. Daten sicher speichern

Daten in eine zuverlässige Datenbank überführen.

3. Erkenntnisse schaffen

Trends, Muster und Korrelationen sichtbar machen.

4. Vorhersagen

Mit Analytics und Machine Learning zukünftige Situationen vorhersagen.

5. Handeln

Anlagen automatisch auf Erkenntnisse reagieren lassen.

Dieser Ansatz verhindert, dass Unternehmen sofort in komplexe Projekte geraten.

Klein anfangen: Proof of Concept als klügster Start

Ein häufiger Fehler ist, dass Unternehmen die Digitalisierung sofort großangelegt angehen wollen. WAGO rät hingegen, klein anzufangen.

Zum Beispiel mit:

  • einer Maschine
  • einer Produktionslinie
  • einem Störungsproblem
  • einer Energieherausforderung
  • einer Wartungsfrage

Indem man zunächst einen begrenzten Business Case messbar macht, wird der ROI schneller sichtbar und es entsteht Rückhalt für eine weitere Skalierung.

Auch mittelständische Unternehmen profitieren von der Digitalisierung

Digitalisierung ist nicht nur großen Konzernen vorbehalten. Gerade auch mittelständische Produktionsunternehmen können mit relativ kleinen Investitionen große Schritte machen.

Denken Sie an:

  • weniger ungeplanten Stillstand
  • geringere Energiekosten
  • bessere Nutzung vorhandener Maschinen
  • effizientere Planung
  • mehr Kontrolle über die Produktion

Laut WAGO geht es letztlich für jedes Unternehmen um dasselbe: Existenzsicherung durch intelligentere Produktion als der Wettbewerb.

Zukunft der Industrie: intelligenter mit vorhandenen Anlagen umgehen

Auffällig ist, dass WAGO nicht standardmäßig dazu rät, alles zu ersetzen. Gerade bestehende Anlagen – Brownfield-Umgebungen – bieten oft viele Chancen.

Durch das Hinzufügen zusätzlicher Sensoren, intelligenter Software und besserer Datenanalyse können vorhandene Maschinen erneut großen Mehrwert liefern, ohne dass ein kompletter Neubau nötig ist.

Das senkt die Investitionskosten und beschleunigt die Umsetzung.

Fazit: Digitalisierung beginnt klein, aber die Wirkung ist groß

Die wichtigste Botschaft von WAGO ist klar: Digitalisierung muss nicht kompliziert sein. Unternehmen müssen nicht auf ein Millionenprojekt oder die perfekte Fabrik warten.

Wer heute mit einem einzigen messbaren Use Case startet, setzt den ersten Schritt hin zu:

  • geringeren Kosten
  • höherer Verfügbarkeit
  • besserer Wettbewerbsposition
  • effizienterer Wartung
  • geringeren Energieausgaben
  • zukunftssicherer Produktion

In einem Markt, in dem Margen unter Druck stehen und Geschwindigkeit zählt, ist das kein Luxus mehr – sondern eine Notwendigkeit.

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